Die Hesemannsche Wassermühle in Handrup

Benannt nach ihrer letzten Eigentümerfamilie  wurde die Hesemannsche Mühle im Jahre 1811 von Jan Heinrich Möller in einfacher Fachwerkbauweise errichtet. Als einzige von ehemals zwei am Rande des Hestruper Mühlenbaches gelegenen Wassermühlen konnte sie erhalten werden. Dennoch ist ihre Geschichte untrennbar verknüpft mit einer benachbarten, wesentlich älteren Mühle, die bereits 1527 erstmals urkundlich erwähnt, jedoch 1953 aufgrund ihres zunehmenden Verfalls abgebrochen wurde.

Hesemannsche Mühle Impressionen 2

Im Jahre 1826 hatten beide Mühlen zusammen etwa 300 Mahlgäste.

Die Hesemannsche Mühle verfügt bis heute über eine technische Besonderheit. So ist sie als einzige Wassermühle des Emslandes mit einem sogenannten Strauberrad ausgestattet. Es besteht aus nur einer Felge, an deren Stirnseite Bretter eingelassen sind. Das unterschlächtige Wasserrad wird durch den Druck des Wassers auf die Bretter angetrieben. Seit 1970 befindet sich die Mühle im Besitz des Wasser- und Bodenverbandes, der das Bauwerk gleich nach der Übernahme aufwendig renoviert hat.

Zwar ist die Hesemannsche Mühle heute zum Teil funktionsfähig, dennoch wird hier nicht mehr gemahlen.

Der Text ist übernommen von der Hinweistafel an der Hesemannschen Mühle