Heizkosten sparen mit heimischem Brennstoff

Pelletheizungen punkten durch CO2-Neutralität

aus: Meppener Tagespost vom 19. 11. 2025

Meppen Heizen macht mit rund 70 Prozent den Löwenanteil des Energieverbrauchs in privaten Haushalten aus. Grund genug, sich beim Kauf einer neuen Heizung gut zu überlegen, welches System das richtige ist.
Denn auch wenn das Heizungsgesetz der Ampel gekippt wird, sind Öl und Gas aufgrund der rasant steigenden CO2-Steuer langfristig keine bezahlbaren Energieträger mehr. Noch nie war deshalb ein Umstieg auf eine CO2-neutrale Heizung so attraktiv: Pelletheizungen überzeugen hier durch Umweltfreundlichkeit, niedrige Betriebskosten und hohe staatliche Zuschüsse, die den Wechsel weg von fossilen Brennstoffen leicht machen.

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Video: Holzpellets in Darme

CO2-neutral und günstig: „Holzpellets sind nicht nur deutlich günstiger als Heizöl, sie verbrennen auch CO2-neutral, da nur so viel Kohlendioxid ausgestoßen wird, wie der Baum zuvor beim Wachstum aufgenommen hat und auch bei der natürlichen Verrottung im Wald abgeben würde“, erklärt dazu Expertin Beate Schmidt-Menig. Für Pellets werde außerdem kein Baum gefällt: „Bei der Produktion von Schnittholz aus Nadelbäumen in deutschen Sägewerken entstehen 40 Prozent Sägenebenprodukte wie Späne und Hackschnitzel. Aus den naturbelassenen Spänen werden dann ohne chemische Bindemittel die Pellets gepresst“, weiß die Fachfrau. Da in Deutschland deutlich mehr Pellets hergestellt als benötigt werden, bestehe außerdem keine Abhängigkeit von Importen.

Kaum Flamme, kaum Feinstaub: Der oft gegen das Heizen mit Holz vorgebrachte Einwand der hohen Feinstaubemissionen kommt bei modernen Pelletheizungen nicht zum Tragen. „Moderne Kessel haben dank innovativer Technologie Feinstaubemissionen nahe Null“, so Schmidt-Menig. Das wird erreicht, indem die Flamme durch eine spezielle Luftstromführung und Brennkammerkonstruktion fast ganz verschwindet. Damit erfüllen die Kessel auch die Anforderung für eine Bundesförderung beim Heizungstausch.

Fotos: Archiv Bernd Robben